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Samstag, 16. August 2014

Turtles in Time

Die Teenage Mutant Ninja Turtles sind schon ein relativ altes Franchise. Die meisten von uns kennen sie aber wahrscheinlich durch die 1987 erschienene Zeichentrickserie. Und obgleich es viele Spiele zu den Turtles gibt, musste es 1992 werden, bevor es das erste wirklich gute gab. Turtles in Time kam als Portierung eines Arcade-Automatenspieles auf den SNES. Es genießt bis heute eine große Beliebtheit und wird von vielen als das beste Turtles-Spiel angesehen. Auch ich habe nur gute Erinnerungen daran, habe mich jedoch daran gemacht, die Nostalgie einer Überprüfung zu unterziehen:






Story

Krang entführt während einer Feier die Freiheitsstatue und Shredder erpresst die USA mit deren Rückgabe. Die Turtles, welche das alles vor dem Fernseher miterlebt haben, machen sich natürlich sofort auf, um den Schurken das Handwerk zu legen. Ihr alter Feind hat jedoch bereits einen perfiden Plan parat, um sie loszuwerden - Zeitreisen...

Ausführung

Aufgrund der Tatsache dass dieses Spiel die Portierung eines Spielautomaten ist, darf man hier auch nicht allzu hohe Erwartungen an die Story stellen. Im Prinzip liefert sie das minimal notwendige Konstrukt, welches den Antrieb für die Aktionen unserer Protagonisten liefert. Erwähnenswert ist allerdings wie witzig und unbeschwerlich das Zeitreise-Thema hier verarbeitet wird.

Story-Bewertung: 1 von 3 Game-Controller


Gameplay

Die Levels sind erwartungsgemäß 2D und die bis zu zwei Spieler bewegen sich nach rechts bis ans andere Ende. Auf diesem Weg tauchen Horden von Gegnern auf, welche sich je nach Level unterscheiden und immer wieder variieren:
  • Foot-Clan: Die Fuß-Soldaten tauchen in verschiedensten Ausführungen auf. Hierbei varriieren sowohl Farbe, Waffen, als auch Zähigkeit.
  • Stein-Soldaten: Die Gefolgsleute von Krang sind allgemein zäher und führen in ihren unterschiedlichen Varianten auch gefährlichere Waffen mit sich.
  • Level-Bosse: Am Ende eines jeden Levels, wartet die finale Konfrontation in Form eines der vielen altbekannten Turtle-Feinde aus der Serie. Mit voranschreitendem Spiel werden auch sie stärker.
Die Steuerung ist, bedingt durch die Arcade-Automaten-Vergangenheit, auch auf dem SNES mit drei Bedienelementen recht simpel gestaltet. Dies tut dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Das Steuerkreuz gibt die Bewegung vor, während ein Knopf zum Springen und ein weiterer zum Angriff nötig ist. Miteinander kombiniert lassen sich sehr effektive Attacken durchführen, wobei eine besonders hervorzuheben ist: Gegner des Foot-Clan können aus dem Bildschirm "geworfen" werden, wobei sie kurz ganz groß im Bild zu sehen sind, bevor sie verschwinden. Diese Art Angriff ist teilweise sogar für das Vorankommen notwendig.

Zu Beginn hat man die freie Wahl, welchen der Turtles man durch das Spiel steuern will. Dabei sollte jedoch nicht nur die persönliche Präferenz aus der Kindheit herangezogen werden. Die Charaktere unterscheiden sich durchaus in ihrer eigenen Art und Weise wie sich spielen und haben individuelle Vor- und Nachteile. Während Raphael zwar der Schnellste ist, teilt er gleichzeitig am wenigsten aus. Donatello wiederum ist der Langsamste, hat durch seine Waffe (einen Kampfstock) jedoch die größte Reichweite.

Zudem muss man nicht einmal alleine gegen Shredder antreten. Ebenso wie es in vielen Arcade-Automatspielen üblich ist, kann sich jederzeit ein zweiter Spieler mit seinem Controller hinzuschalten und den anderen unterstützen. Wo das Verprügeln des Foot-Clans schon alleine unglaublich spaßig war, wird es zu zweit sogar noch besser. Ich erinnere mich immer noch gerne an so manch lustige Stunde, die ich mit meiner Schwester gemeinsam vor dem SNES verbrachte ;-)

Besonders erwähnenswert sind die abwechslungsreichen und schön detaillierten Levels, welche ja wie bereits erwähnt, durch mehrere Zeitepochen reichen. Diese Abwechslung bezieht sich aber nicht nur auf die Darstellung, sondern auch auf das Gameplay, da es teilweise möglich ist mit der Umwelt zu interagieren (beispielsweise Fässer auf Gegner zu werfen etc).

Gameplay-Bewertung: 3 von 3 Game-Controller


Grafik

Turtles in Time nutzt das damals zur Verfügung stehende Grafik-Potenzial gut aus und zaubert das quietsch-bunte Abenteuer gekonnt auf den Fernseher. Stilmäßig hält es sich sehr genau an die Vorgabe aus der Teenage Mutant Hero Turtles Zeichentrickserie.

Grafik-Bewertung: 2 von 3 Game-Controller


Sound

Der 90er Jahre Comic-Serien Sound wie er leibt und lebt. Nicht nur, dass er das Feeling der Zeichentrickserie sehr gut einfängt, er ist auch so richtig fetzig und motivierend, während all den Prügeleien. Im Folgenden zwei Kostproben aus dem kleinen, aber feinen Soundtrack.




Sound-Bewertung: 3 von 3 Game-Controller


Fazit

Unumstritten mein Favorit unter allen SNES-Games, welche ich je gespielt habe. Nirgendwo sonst hat es mir bisher so viel Spaß gemacht, mich durch Horden von Gegnern zu prügeln, untermalt von einem knalligen Soundtrack und gleichzeitig ein wenig in Nostalgie schwelgen zu können. Ein Muss für jeden Turtles-Fan.

Gesamt-Bewertung: 9 von 12 Game-Controller

Asgarod

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