Translate

Montag, 16. Dezember 2013

Dead Nation

Playstation 3 Game-Kritik #12

Abseits der großen AAA-Spiele, welche hauptsächlich in physischer Form umgesetzt werden (also direkt als Blu-Ray etc), hat sich mit der Playstation 3 (und natürlich den anderen Konsolen der Generation) auch ein reger Markt rein digitaler Spiele entwickelt. Zu einem davon bin ich durch Zufall gekommen - in Folge des bereits erwähnten Sony Datenskandals (infolgedessen es für alle PSN-Nutzer drei Gratisspiele gab). Dead Nation erschien im Jahr 2010, entwickelt von Housemarque und gepublished von Sony Computer Entertainment. Ob die Qualität reiner Digital-Downloads überzeugen kann, soll nun im Detail beleuchtet werden.




Story
Ein Virus verwandelt jeden, der von einem bereits Betroffenen gebissen wurde, in einen Zombie. Die rasante Ausbreitung ließ die Zivilisation zusammenbrechen. Ein Jahr später muss der Protagonist (entweder Jack McReady oder Scarlett Blake) sein bisheriges Versteck verlassen, da sämtliche Vorräte aufgebraucht sind. Er/Sie wurde vom jeweiligen Partner zwar gebissen, blieb jedoch unerklärlicherweise vom Virus verschont. Auf der Suche nach Vorräten, fängt Jack/Scarlett das Signal eines Pharmakonzerns auf. Dieser sei an einem sicheren Ort und forsche an einem Gegenmittel. Deshalb sei das eigene Überleben immens wichtig, da eine Virus-Immunität sehr selten ist. Allerdings bräuchte es für ein Gegenmittel auch einer DNA-Probe des allerersten Virus-Opfers, dessen Standort zufällig in der Nähe sei. Mit einem plötzlich minimalem Hoffnungsschimmer, macht sich der Protagonist auf den Weg ...

Ausführung
In der Tradition der unzähligen Zombie-Spiele, ist die hier verwendete Handlung zwar nichts komplett Neues, aber durchaus gut präsentiert. Weitererzählt wird in teilweise animierten 2D-Bildern, zu denen der jeweilige Sprecher des Protagonisten spricht. Letztlich dient die Geschichte nur als grober Faden zwischen den Levels, vermittelt jedoch sehr gut die pessimistische Sichtweise des Charakters, sowie die apokalyptische Stimmung; und kann gegen Ende sogar mit einem aufwühlenden Finale aufwarten.

Story-Bewertung: 1,5 von 3 Game-Controller


Gameplay

Die Auswahl, ob man lieber mit dem männlichen oder weiblichen Protagonisten spielt, hat keinerlei Gameplay-Auswirkungen. Lediglich die Erzählweise der Handlung ändert sich und anstatt eines blauen Ziel-Lasers, besitzt Scarlett einen roten.

Jeder getötete Zombie bringt sowohl Geld als auch Multiplikator-Punkte. Letztere erhöhen die Endpunktzahl. Mit Geld können in den verstreut zu findenden Waffen-Shops neue Waffen und Upgrades für selbige erstanden werden. Diese werden pro festgelegtem Level freigeschaltet. Hierbei gilt es stets abzuwägen, ob es besser ist eine neue Waffe zu kaufen oder bestehende aufzuwerten - nicht jede neue Waffe ist ein Pflichtkauf, es geht auch ohne sie.

Jede Waffe, außer dem Standard-Gewehr, verbraucht Munition, welche gefunden oder gekauft werden kann. Das Gewehr ist in etwa 70 Prozent der Situationen eine äußerst brauchbare Waffe, sofern man die richtige Taktik anwendet. Trotzdem ist es immens wichtig, sein Arsenal aufzustocken, da es in späteren Levels immer wichtiger wird, möglichst schnell möglichst viele Zombies zu vernichten.

Panzerung kann lediglich in versteckten Behältern gefunden werden. Es stehen drei unterschiedliche Sets zur Auswahl, wobei diese entweder auf Kraft, Schnelligkeit oder Schutz spezialisiert sind. Es können jedoch einzelne Stücke aus unterschiedlichen Sets kombiniert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur schnell durch die Levels zu rasen, sondern sich auch noch nach Verstecken umzuschauen.

Abgesehen vom  Waffengebrauch, kann der Spieler einen Nahkampfangriff durchführen und über kurze Entfernungen stürmen - was bedeutet, dass hierbei jedes Hindernis ignoriert wird (hilfreich, um aus einer Sackgasse zu entkommen).

Der vielleicht wichtigste Rat für dieses Spiel: Halte die Zombies auf Abstand! Das mag zwar banal und logisch klingen, aber gilt hier verschärft. Jeder Zombie, egal wie lächerlich wenig er auch aushält, kann dem Spieler innerhalb kürzester Zeit immens viel Schaden zufügen. Der Nahkampfangriff kann zwar jeden normalen Zombie in der näheren Umgebung töten, ist jedoch langsam. Und "Stürmen" hat eine lange Aufladezeit.

Dies alles bedingt, dass man ständig zurückweichend kämpfen und das Terrain nutzen muss. Beispielsweise können Autos zur Explosion gebracht werden und sofern sie eine Alarmanlange haben, wird diese zusätzlich eine anziehende Wirkung auf die Zombies haben.

Gameplay-Bewertung: 2 von 3 Game-Controller


Grafik

Das gesamte Spiel wird aus der Vogelperspektive gespielt - die Kamera hängt sehr weit über und leicht hinter dem Charakter. Die Darstellung zeigt sehr gut, wie dreckig und verwüstet die Städte und Orte auf der Welt sind, nachdem bereits seit einem Jahr das gesellschaftliche System zusammengebrochen ist.

Die Modell weisen eher wenig Details auf (vor allem derjenige des Protagonisten), aber bedingt durch die Perspektive wurde hier sehr viel kaschiert.

Grafik-Bewertung: 1,5 von 3 Game-Controller


Sound

Der Sound passt sich stets dynamisch der aktuellen Situation an. Wurde ein Bereich von Zombies gesäubert und kehrt gerade etwas Ruhe ein, untermalt dies auch die Musik. Sobald jedoch die Action losgeht, wird auch die Musik hektischer. Obwohl der Soundtrack nur über wenige Titel verfügt, hat er doch einen großen Anteil daran, die düstere Stimmung aufrechtzuerhalten; und tut seinen Job verdammt gut.

Sound-Bewertung: 1,5 von 3 Game-Controller


Fazit

Ein sehr actiongeladenes und kurzweiliges Zombie-Gemetzel. Man wird kaum mehr als zwei Levels hintereinander Spielen, da die Sättigung durch die Musik und das Gameplay relativ schnell eintritt; jedoch hat man dann auch wieder schnell Lust, weiterzumachen.

Für zwischendurch, wenn man einmal sein Hirn ausschalten und einfach nur drauflosballern möchte, ist dieses Spiel genau das Richtige und bereitet sehr viel Spaß.

Gesamtbewertung: 6,5 von 12 Game-Controller

Asgarod

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen