Playstation 3 Game-Kritik #8
Entwickelt vom hauseigenen Sony-Studio Naughty Dog, erscheint Uncharted 1 Ende 2007. Seitdem entwickelte sich daraus eine äußerst erfolgreiche Spielreihe. Stets PS3-exklusiv, wurde die Uncharted-Reihe zum Vorzeigetitel der Konsole und erfreut sich bis heute starker Beliebtheit. Doch dieses Mal soll der Blick noch auf den ersten Teil beschränkt bleiben, der all dies ins Rollen brachte.
Story
Nathan Drake (der Protagonist) ist ein Schatzsucher und Abenteurer wie aus dem Lehrbuch. Stets einen lockeren Spruch auf den Lippen, cool und wenn nötig schnell mit den Fäusten oder der Waffe. Gemeinsam mit seinem Mentor Sullivan und der Reporterin Elena (welche eine Reportage durchführen will), folgen sie der Spur von Sir Francis Drake. Die Namensähnlichkeit ist kein Zufall, denn Nathan ist tatsächlich ein Nachfahre des berühmten Entdeckers. Dieser hat seinen offiziellen Tod in Wirklichkeit nur vorgetäuscht, um sich auf die Suche nach El Dorado zu machen. Denn er soll die sagenumwobene Stadt auch tatsächlich gefunden haben.
In bester Schatzsuchermanier, haben es die Drei mit Piraten und Konkurrenten zu tun, die alle in der Karibik nach dem Schatz suchen und vor nichts zurückschrecken. Nachdem der Tempel erforscht und unzählige Fallen überwunden wurden, stellt sich der Schatz dann als etwas ganz anderes heraus, als sich die Jäger erhofft hatten; und die Prioritäten verschieben sich...
Ausführung
Nathan Drake wird hier ganz eindeutig als moderner Indiana Jones präsentiert, der allerdings dreimal soviel ballert, anstatt sich Schlägereien zu liefern. Generell wurden die Charaktere sehr Klischee-mäßig angelegt. Sullivan ist der typische alte Haudegen, der zwar immer noch ein wildes Leben führt, aber sich zu 50 % nur noch darüber beschwert, dass er für dieses oder jenes zu alt sei und mehr von früheren Abenteuern schwärmt. Elena wiederum lässt sich überhaupt nicht einordnen. Dafür, dass sie eigentlich nur Reporterin für eine Archäologie-Sendung ist, lässt sie sich ziemlich schnell dafür begeistern sich in waghalsige Abenteuer zu stürzen und dabei alles und jeden im Weg niederzuballern. Und selbstverständlich findet sie im Laufe der Handlung immer mehr Gefallen an Drake. Und ja, warum auch nicht. Schließlich ist sie auch die einzige Frau weit und breit...
Seltsamerweise stören die erwähnten Punkte nicht so sehr, da der nächste Punkt immens viel ausgleichen kann.
Story-Bewertung: 1 von 3 Game-Controller
Gameplay
Das ganze Spiel ist wie ein Hollywood-Blockbuster ausgelegt. Die Action ist rasant, gut choreographiert und macht Spaß. Zwischendurch folgen immer wieder, mal mehr mal weniger, knifflige Kletter-Einlagen und Rätsel. Die Dialoge sind immer wieder auf Ironie und Witz ausgelegt und sind unterhaltend. Das Ganze erleben wir als Third-Person Shooter, mit Deckungssystem und frei schwenkbarer Kamera.
Die Kletterei ist zwar nie eine wirklich Hürde, gibt allerdings wiederum Gelegenheit, die liebevoll gestaltete Welt zu betrachten. Das Kampfsystem führt immer mal wieder zu Kopfschütteln (getroffene Gegner winden sich wie Gummipuppen möglichst bizarr hin und her, um dem Beschuss zu entgehen), im Großen und Ganzen bleibt es aber herausfordernd und turbulent.
Hin und wieder gibt es auch mal ein paar Quicktime-Events. Allerdings sind diese meist mit einem derart kurzen Zeitfenster versehen (+ hat man oftmals keine Ahnung, was jetzt überhaupt passieren soll), dass ein einmaliger digitaler Tod kaum vermeidbar ist.
Gameplay-Bewertung: 2 von 3 Game-Controller
Grafik
Mit bereits mehreren Jahren auf dem Buckel, kann die Technik an sich heute kaum mehr beeindrucken. Trotzdem waren die Wasser-Effekte und der Detailreichtum des Dschungels mit den diversen Ruinen immer noch schön anzusehen.
Grafik-Bewertung: 1,5 von 3 Game-Controller
Sound
Auch hier schlägt wieder die Blockbuster-Mentalität durch. Antreibende Stücke untermalen die Action und treiben den Puls weiter in die Höhe. Erfüllt seinen Zweck, allein für sich betrachtet aber eher Einheitsbrei. Besonders erwähnenswert ist nur das Hauptthema, welches zugleich das Charakterthema für Nathan ist.
Sound-Bewertung: 1,5 von 3 Game-Controller
Fazit
Wer diese Art der Unterhaltung mag, holt sich mit diesem Titel die obere Klasse ins Haus. Für alle anderen: Durchaus wert mal angespielt zu werden. Liefert allerdings nur wenig Gründe, um dauerhaft im Gedächtnis zu haften.
Gesamtbewertung: 6 von 12 Game-Controller
Asgarod
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