Playstation 3 Game-Kritik #6
Das Spiel wurde im Jahr 2010 veröffentlicht und von Electronic Arts (EA) sowohl entwickelt als auch gepublished. Es ist der zweite Teil des Franchises, welches in vielen Dingen an andere Vertreter des Third-Person-Shooter-Genres erinnert. Hauptaugenmerk ist die Kooperation mit dem Partner (welcher entweder KI oder von einem zweiten Spieler gesteuert wird), auf welcher das gesamte Konzept beruht.
Zu Army of Two
Die Story dreht sich um die beiden Söldner Rios und Salem. Die beiden sind beste Freunde und arbeiten für eine private Sicherheitsfirma, deren Aufträge sie rund um die Welt führen und meist gegen Terroristen kämpfen lässt. Im Laufe der Kampagne decken sie eine Verschwörung durch ihre Firma auf und geraten so zwischen die Fronten, wo es selbstverständlich jede Menge Ballerei gibt.
Die Third-Person-Mechaniken, das Deckungssystem und die Zusammenarbeit mit dem Partner, waren mehr als deutlich von Gears of War abgekupfert. Da aber auch eigene Konzepte hinzu kamen (beispielsweise der Kauf von Ausrüstung + deren Aufwertung und spezielle Kampfarten mit dem Partner), hatte das Spiel durchaus seinen eigenen Charme. Die Handlung war zwar etwas seicht, reichte aber aus, um einen Hintergrund zu bieten, der eine gewisse Spannung vermittelte.
Story
Ausführung
War schon die Handlung im ersten Teil der Serie eher seicht, setzt dieser noch eines drauf. Protagonisten geraten unfreiwillig in große Gefahrensituation, versuchen zu entkommen, scheitern, wollen Problem an der Wurzel packen. Aus und Punkt. Man hätte selbst damit noch etwas halbwegs gutes produzieren können (Actionfilme zeigen es ja vor), aber die Ausführung ist so lieblos und simpel gehalten, dass jedes Interesse verloren geht.
Beispiel 1 (Spoiler Alarm)
Rios und Salem flüchten in ein Versteck, nachdem wieder einmal ein Fluchtfahrzeug in Flammen aufgeht. Im folgenden Dialog beschließen sie, dass es keinen Sinn hat zu flüchten, weil es zu viele Söldner sind und die Stadt zu gut kontrolliert wird (man merke an, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits an die 500 Gegner getötet hat und eine Flucht zu Fuß durchaus als plausibel erscheinen würde). Stattdessen entschließen sie sich, die !!!Hauptbasis!!! der Söldner anzugreifen und deren Anführer zu eliminieren, um all dies zu beenden.
Abgesehen davon, dass der Gedankengang sowohl schwachsinnig als auch irrational ist, ist dies einfach eine plumpe Überleitung, warum jetzt "endlich" der Feind direkt angegriffen wird.
Beispiel 2 (Spoiler Alarm)
Während Rios und Salem sich durch einen Zoo kämpfen, kommen sie an einem Panda-Gehege vorbei. Die beiden reißen Witze über ein früheres Erlebnis in einem Zoo, bei dem Salem, Rios aus der Patsche helfen musste. Es wird angedeutet dass, der Grund dafür - und das ist kein Scherz - ein Sodomie-Vorfall zwischen Rios und einem Panda war. Abgeschlossen wird die Szene mit dem Kommentar "Ich wollte doch nur eine aussterbende Tierart retten. *Gelächter*". Ich denke, jedes weitere Kommentar erübrigt sich.
Aber allerspätestens, wenn Rios und Salem dem Urheber dieser Farce gegenüberstehen und man als Spieler erfährt, was der Grund für dessen Aktionen waren, schlägt man sich mit der Hand an die Stirn.
Story-Bewertung: 0 von 3 Game-Controller
Gameplay
Der einzige Bereich, in den wirklich Arbeit gesteckt wurde. Die Animationen und Steuerung sind nun viel ausgereifter als bisher und ermöglichen schöne, fließende Bewegungen.
Das Einkaufen von Ausrüstung ist nun fast jederzeit möglich (zuvor war das nur an bestimmten Checkpoints möglich). Ebenso ist es auch möglich, stets die Bewaffnung zu wechseln. Dieser Punkt verbessert das Spielerlebnis sehr gut, da es nun möglich ist, sich an jede aufkommende Situation anzupassen. Korrespondierend dazu wurde das Waffenarsenal enorm erweitert, ebenso wie die dazugehörigen Tuning-Möglichkeiten. Im Gegenzug ist es nun nicht mehr möglich, Rüstung upzugraden; es gibt nur ein Modell.
Aggro und die gegenseitige Unterstützung mit dem Partner rückt etwas in den Hintergrund. Solange man immer schön brav in Deckung geht und nicht vorstürmt, spielt sich der Titel kaum anders als ein Singleplayer Third-Person-Shooter. Diesen Umstand kann man nun besser oder schlechter finden, allerdings stellt sich hierdurch durchaus die Frage nach dem bisherigen Alleinstellungsmerkmal der Serie (welches nun nicht mehr vorhanden ist).
Gameplay-Bewertung: 2 von 3 Game-Controller
Grafik
Die Grafik ist natürlich besser geworden im Vergleich zum Vorgänger, aber Shanghai wird extrem grau, dreckig und farblos dargestellt. Es fehlt am Detailgrad - alle Texturen und Modelle sind relative grob und lieblos hingeklatscht. Besonders gut sichtbar wird dies in einer der ersten Scriptsequenzen, welche zeigt wie eine Explosion ein Gebäude zum Einsturz bringt.
Grafik-Bewertung: 0,5 von 3 Game-Controller
Sound
Der Sound bewirkt während der Action zwar keinen zusätzlichen Adrenalinrausch, aber erfüllt immerhin den untermalenden Zweck. Hierdurch besitzt er allerdings auch keinen herausragenden Titel oder ein generelles Thema das dem Spiel innewohnt.
Sound-Bewertung: 1 von 3 Game-Controller
Fazit
Das Spiel garantiert durchaus einen kurzweiligen Spielspaß, sofern man am reinen Gameplay seine Freude hat. Meiner Meinung nach werden sich jedoch viele Fans des ersten Teiles an den negativen Punkten stoßen und enttäuscht sein. Für den Rest der Spieler, welche hiermit frisch in Kontakt kommen, wird sich eher die Frage stellen, weshalb diese Serie überhaupt Fans hat und wohin all das Entwicklungsbudget geflossen ist.
Gesamtbewertung: 3,5 von 12 Game-Controller
Asgarod
Die Story dreht sich um die beiden Söldner Rios und Salem. Die beiden sind beste Freunde und arbeiten für eine private Sicherheitsfirma, deren Aufträge sie rund um die Welt führen und meist gegen Terroristen kämpfen lässt. Im Laufe der Kampagne decken sie eine Verschwörung durch ihre Firma auf und geraten so zwischen die Fronten, wo es selbstverständlich jede Menge Ballerei gibt.
Die Third-Person-Mechaniken, das Deckungssystem und die Zusammenarbeit mit dem Partner, waren mehr als deutlich von Gears of War abgekupfert. Da aber auch eigene Konzepte hinzu kamen (beispielsweise der Kauf von Ausrüstung + deren Aufwertung und spezielle Kampfarten mit dem Partner), hatte das Spiel durchaus seinen eigenen Charme. Die Handlung war zwar etwas seicht, reichte aber aus, um einen Hintergrund zu bieten, der eine gewisse Spannung vermittelte.
"Army of Two: The 40th Day"
Rios und Salem haben nach den Ereignissen im ersten Teil ihre eigene Sicherheitsfirma gegründet: T.W.O. (Trans World Operations - und natürlich eine Anspielung auf die beiden). Auch Alice, ihre Missionsbegleiterin, ist mit von der Partie und gemeinsam sind sie für ihren neuesten Auftrag nach Shanghai gekommen. Doch, was sich anfangs noch als kleine Routinemission darstellt, nimmt sehr schnell riesige Ausmaße an: Die ganze Stadt wird von einer Söldnerarmee angegriffen und entführt scheinbar wahllos Menschen.Rios und Salem wollen nun mit Alice so schnell wie möglich die Stadt verlassen und kämpfen sich hierzu durch die Söldnermassen. Letztlich führt sie ihr Weg aber direkt ins Zentrum der Organisation, wo es eine finale Entscheidung zu treffen gibt.
War schon die Handlung im ersten Teil der Serie eher seicht, setzt dieser noch eines drauf. Protagonisten geraten unfreiwillig in große Gefahrensituation, versuchen zu entkommen, scheitern, wollen Problem an der Wurzel packen. Aus und Punkt. Man hätte selbst damit noch etwas halbwegs gutes produzieren können (Actionfilme zeigen es ja vor), aber die Ausführung ist so lieblos und simpel gehalten, dass jedes Interesse verloren geht.
Beispiel 1 (Spoiler Alarm)
Rios und Salem flüchten in ein Versteck, nachdem wieder einmal ein Fluchtfahrzeug in Flammen aufgeht. Im folgenden Dialog beschließen sie, dass es keinen Sinn hat zu flüchten, weil es zu viele Söldner sind und die Stadt zu gut kontrolliert wird (man merke an, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits an die 500 Gegner getötet hat und eine Flucht zu Fuß durchaus als plausibel erscheinen würde). Stattdessen entschließen sie sich, die !!!Hauptbasis!!! der Söldner anzugreifen und deren Anführer zu eliminieren, um all dies zu beenden.
Abgesehen davon, dass der Gedankengang sowohl schwachsinnig als auch irrational ist, ist dies einfach eine plumpe Überleitung, warum jetzt "endlich" der Feind direkt angegriffen wird.
Beispiel 2 (Spoiler Alarm)
Während Rios und Salem sich durch einen Zoo kämpfen, kommen sie an einem Panda-Gehege vorbei. Die beiden reißen Witze über ein früheres Erlebnis in einem Zoo, bei dem Salem, Rios aus der Patsche helfen musste. Es wird angedeutet dass, der Grund dafür - und das ist kein Scherz - ein Sodomie-Vorfall zwischen Rios und einem Panda war. Abgeschlossen wird die Szene mit dem Kommentar "Ich wollte doch nur eine aussterbende Tierart retten. *Gelächter*". Ich denke, jedes weitere Kommentar erübrigt sich.
Aber allerspätestens, wenn Rios und Salem dem Urheber dieser Farce gegenüberstehen und man als Spieler erfährt, was der Grund für dessen Aktionen waren, schlägt man sich mit der Hand an die Stirn.
Story-Bewertung: 0 von 3 Game-Controller
Gameplay
Der einzige Bereich, in den wirklich Arbeit gesteckt wurde. Die Animationen und Steuerung sind nun viel ausgereifter als bisher und ermöglichen schöne, fließende Bewegungen.
Das Einkaufen von Ausrüstung ist nun fast jederzeit möglich (zuvor war das nur an bestimmten Checkpoints möglich). Ebenso ist es auch möglich, stets die Bewaffnung zu wechseln. Dieser Punkt verbessert das Spielerlebnis sehr gut, da es nun möglich ist, sich an jede aufkommende Situation anzupassen. Korrespondierend dazu wurde das Waffenarsenal enorm erweitert, ebenso wie die dazugehörigen Tuning-Möglichkeiten. Im Gegenzug ist es nun nicht mehr möglich, Rüstung upzugraden; es gibt nur ein Modell.
Aggro und die gegenseitige Unterstützung mit dem Partner rückt etwas in den Hintergrund. Solange man immer schön brav in Deckung geht und nicht vorstürmt, spielt sich der Titel kaum anders als ein Singleplayer Third-Person-Shooter. Diesen Umstand kann man nun besser oder schlechter finden, allerdings stellt sich hierdurch durchaus die Frage nach dem bisherigen Alleinstellungsmerkmal der Serie (welches nun nicht mehr vorhanden ist).
Gameplay-Bewertung: 2 von 3 Game-Controller
Grafik
Die Grafik ist natürlich besser geworden im Vergleich zum Vorgänger, aber Shanghai wird extrem grau, dreckig und farblos dargestellt. Es fehlt am Detailgrad - alle Texturen und Modelle sind relative grob und lieblos hingeklatscht. Besonders gut sichtbar wird dies in einer der ersten Scriptsequenzen, welche zeigt wie eine Explosion ein Gebäude zum Einsturz bringt.
Grafik-Bewertung: 0,5 von 3 Game-Controller
Sound
Der Sound bewirkt während der Action zwar keinen zusätzlichen Adrenalinrausch, aber erfüllt immerhin den untermalenden Zweck. Hierdurch besitzt er allerdings auch keinen herausragenden Titel oder ein generelles Thema das dem Spiel innewohnt.
Sound-Bewertung: 1 von 3 Game-Controller
Fazit
Das Spiel garantiert durchaus einen kurzweiligen Spielspaß, sofern man am reinen Gameplay seine Freude hat. Meiner Meinung nach werden sich jedoch viele Fans des ersten Teiles an den negativen Punkten stoßen und enttäuscht sein. Für den Rest der Spieler, welche hiermit frisch in Kontakt kommen, wird sich eher die Frage stellen, weshalb diese Serie überhaupt Fans hat und wohin all das Entwicklungsbudget geflossen ist.
Gesamtbewertung: 3,5 von 12 Game-Controller
Asgarod
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