Als im Frühjahr 2012 der abschließende dritte Teil von
Mass Effect erschien, war dies ein großes Ereignis. Das Marketing von
EA hatte viel investiert und mit gut inszenierten Aktionen und Trailern einen Hype für das Spiel geschaffen. Die Begeisterungsstürme waren groß und die Bewertungen lagen im Höchstbereich. Doch bald darauf begann es, Kritik zu hageln. Nicht etwa wegen Grafik, Gameplay oder Musik, im Gegenteil, die Fans liebten alles daran. Vielmehr war es das Ende des Spieles, welches die Gemüter so stark erhitzte. So groß der Hype für das Spiel im Vorhinein war, so schlug die Unzufriedenheit immer höhere Wellen und im Internet begann ein Shitstorm von einer Größe, die bisher nur selten erreicht wurde. Die dabei gesetzten Aktionen von Fans gegen die Entwickler ihres geliebten Franchises, zählen zu den größten der bisherigen Videospielgeschichte.
Aber wie konnte es eigentlich dazu kommen? Ich selbst tat die Ereignisse als unnötiges Internetphänomen ab, welches wieder einmal von Leuten getragen wurde, die sich nur wichtig machen wollten. Wie sollte man auch ernsthaft über das Ende eines Spieles so sehr verärgert sein, dass man Hass-Kampagnen und dergleichen startet? Ich werde im Folgenden von meiner eigenen Erfahrung und Gedanken zu dem Ende berichten, was die Folgen des Entrüstungssturms waren und was genau dabei eigentlich passiert ist.